Freiwasserschwimmen: Wie man die Herausforderung des Schwimmens im offenen Gewässer für einen Triathlon bewältigt

Freiwasserschwimmen Wie man die Herausforderung des Schwimmens im offenen Gewässer für einen Triathlon bewältigt
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Freiwasserschwimmen ist für manche Athleten ziemlich beängstigend. Der Grund für diese Angst liegt ganz einfach daran, dass die meisten Sportler das Schwimmen in einem sicheren Schwimmbecken trainieren. Da gibt es meist einen Rettungsschwimmer und Wände zum Ausruhen. Leinen, die dabei helfen, das Wasser still und ruhig zu halten, und um diese notfalls zu ergreifen, sollte das notwendig sein. Und am allerwichtigsten – diese Schwimmbecken haben eher flache Böden und überschaubare Tiefen. Da fühlen sich selbst Anfänger sicher. Freiwasserschwimmen hingegen ist ein vollkommen anderes Erlebnis.

Erstens – das Freiwasserschwimmen hat keine dieser Vorteile. Und auch wenn ein Rettungsschwimmer anwesend sein sollte, ist der oft 50 – 60 Meter vom Wasser entfernt. Die Herausforderung des Freiwasserschwimmens während eines Triathlons kann also ein besonders aufregendes Erlebnis sein, aber Du solltest auf jeden Fall aufmerksam Deine Umgebung im Auge behalten und ganz besonders wichtig: diese Art Schwimmen trainieren, bevor Du Dich in das Triathlon-Getümmel stürzt.

Nachfolgend findest Du ein paar Tipps und Hinweise, die Dir als Teilnehmer helfen können, die Angst vor dem Freiwasserschwimmen während eines Triathlons zu verlieren:

Mach Dich mit Freiwasserschwimmen vertraut

Die beste Art und Weise, für das Freiwasserschwimmen und die Herausforderungen, die es mit sich bringt, zu trainieren – ist Freiwasserschwimmen. Und zwar regelmäßig. Es ist wichtig, dass Du Deine Erfahrungen über das normale Schwimmbecken hinaus ausdehnst. Das wird Dir dabei helfen, Dich an das Freiwasserschwimmen und die damit verbundene Umgebung des offenen Wassers zu gewöhnen. Du kannst Dich so immer besser an die Unterschiede zum normalen Becken gewöhnen. Für das Training solltest Du Dir natürlich eine Stelle aussuchen, wo ein Rettungsschwimmer vor Ort ist. Fange erst einmal mit flachem Wasser an. Baue Deine Ausdauer für längeres Schwimmen auf, indem Du mit mehrfachen kurzen Schwimmintervallen anfängst und zwischendurch Pausen einlegst. Plus – wenn Du im freien Wasser schwimmst, dann hast Du zusätzlich noch die Chance zu lernen, Deinen Kopf entsprechend anzuheben, um zu sehen, wo Du eigentlich hin musst. Dies wird ja auch während des Triathlons verlangt.

Sicherheit kommt zuerst

Egal, wo Du schwimmst, Sicherheit kommt immer zuerst. Während Deines Trainings solltest Du immer jemanden dabei haben, der Dich im Auge behalten kann. Und wenn Du unter Aufsicht trainierst, dann lasse diese Person immer wissen, was Du vorhast und wo Du schwimmen willst. Solltest Du zum Beispiel im offenen Meer oder Ozean trainieren wollen – und die See ist eher rau, dann lass es am besten sein. Eine raue See mit Monsterwellen macht Dich nicht zum stärkeren Schwimmer, denn höchstwahrscheinlich wird das Freiwasserschwimmen bei einem Triathlon nie unter solchen extremen Umständen stattfinden.

Benutze Freiwasserschwimmmethoden

Freiwasserschwimmen, wenn man es mit dem Schwimmen in einem Becken vergleicht, ist ohne Zweifel ein vollkommen anderes Erlebnis. Somit variieren ebenso die jeweiligen Schwimmmethoden, die man anwenden kann. Im Schwimmbecken weiß der Schwimmer zum Beispiel wie lang und weit die Distanz ist und auf dem Boden befindet sich oft eine dicke schwarze Linie als Orientierungshilfe. Beim Freiwasserschwimmen gibt es all diese Vorteile nicht und Du musst Dich auf Deine eigene Sicht verlassen können. Expertenmethoden wie „Kopf hoch“ und „Alligatoraugen“ helfen hier besonders bei der Orientierung und wo es eigentlich hingehen soll.

Zusätzlich solltest Du Dich an besondere Landesmarkierungen erinnern, um Dir bei der Orientierung während des Schwimmens zu helfen. Bei einem Triathlon werden orangefarbene Markierungen im Wasser den Kurs angeben. Bevor das Rennen beginnt, solltest Du also im Wasser beim Aufwärmen das Erkennen dieser schwimmenden Markierungen üben.

Fange entspannt an

Viele Triathleten werden den Wettbewerb mit größter Anstrengung beginnen, um sich von Anfang an nach ganz vorn zu bringen. Wenn es sich hier nur um das Freiwasserschwimmen handeln würde, dann wäre das eine gute Idee. Allerdings involviert ein Triathlon unterschiedliche aufeinanderfolgende Stadien und wenn Du Dich bereits in der ersten Phase voll verausgabst, dann hast Du vielleicht nicht mehr genug Energie für die nächste Phase. Schwimme also lieber mit einer guten gleichmäßigen Geschwindigkeit und werde dann zum Schluss schneller. Das verlangsamte Erhöhen Deiner Herzrate ist besser für Dich für die nächste Phase des Triathlons.

Das typische „dolphining“ (Delfinschwimmen) ist eine effektive Methode, mit der Du das Freiwasserschwimmen bei einem Triathlon angehen kannst. Auch wenn es nicht immer möglich ist, innerhalb einer großen Menschenmasse wie ein Delfin zu schwimmen, ist dies die Methode, die die meisten erfahrenen Triathlonschwimmer anwenden werden.

Lerne die Kunst des “Drafting”

Im Schwimmer-Fachjargon bedeutet “Drafting”, dass ein Schwimmer direkt hinter oder neben einem anderen Schwimmer her schwimmt. Diese Methode erspart Dir beim Schwimmen eine Menge an Energie. Und wenn es darum geht, ein Rennen zu gewinnen, dann macht Drafting absolut Sinn.

Drafting kannst Du am besten in einem Schwimmbecken üben. Innerhalb einer Schwimmgruppe wirst Du nicht nur schneller sein, sondern dies wird Dir dann auch beim Triathlon – hoffentlich zum Sieg – verhelfen.

Wie bereitest Du Dich auf das Freiwasserschwimmen vor? Teile Deine Tipps mit uns unten in den Kommentaren.

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